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23.11.11 / 20:15h
JAZZTAGE 4. Konzert
Bolla - Antoniou - Reiter feat. KIRK LIGHTSEY
„A Tribute to John Coltrane“
Kirk Lightseyp
Gabor Bollasax
Giorgos Antonioub
Bernd Reiterdr

Der 21-jährige Tenorsaxophonist Gabor Bolla aus Budapest gilt als eines der größten Talente des Jazz und war bereits mit 15 Jahren Gastsolist im weltberühmten Vienna Art Orchestra. Im Jahre 2006 teilten sich Gabor Bolla und der österreichische Drummer Bernd Reiter, seit Dezember 2007 in München lebend, das New York Stipendium beim Hans Koller Preis. Im September 2008 gründeten sie ein Trio mit Giorgos Antoniou, einem der besten Bassisten Europas, Konzerte in Deutschland, Österreich, Griechenland und der Schweiz folgten. Im Jahre 2009 wurde in Zusammenarbeit mit Peter Bürli vom Schweizer Radio DRS 2 eine CD produziert, die im Mai 2010 auf dem international renommierten MONS-Label erschienen ist und ebenfalls an diesen beiden Abenden präsentiert wird.

Das Trio hat für dieses Programm eine lebende Legende des Jazzklaviers eingeladen: Kirk Lightsey. Der mittlerweile 73-jährige US-Amerikaner Lightsey spielte in seiner langen Laufbahn mit allen Größen des Jazz, darunter so prominenten Namen wie Cannonball Adderley, Dexter Gordon, Yusef Lateef, Sonny Stitt oder Kenny Burell. Diese Liste ließe sich beliebig fortsetzen, da Kirk Lightsey mit eigenen Projekten und als Sideman stets äußerst aktiv war. Er gehört zu der Generation von Pianisten des Neo-Bop und des neuen Traditionalismus, die in der Tradition von McCoy Tyner spielen und charakterisiert sich selbst als einen Pianisten, der ein Bud Powell Bewusstsein, ein Art Tatum-Styling, ein Bebop-Feeling und eine pianistische Auffassung verbindet.

Das Quartett bietet mitreißend energetische und swingende Musik auf allerhöchstem Niveau, gleichermaßen mit Professionalität und viel Enthusiasmus vorgetragen, einfach „Jazz at its Best“!!!

John William Coltrane (1926-1967) ist einer der bedeutendsten Saxophonisten der Geschichte und gilt als einer der wichtigsten Innovatoren des Jazz. Er begann seine Karriere in den späten 1940er Jahren, schaffte seinen großen Durchbruch im „Miles Davis Quintet“ Mitte der 1950er Jahre und formierte im Jahre 1960 nach seinem Ausscheiden aus der Band von Miles Davis ein Quartett mit dem Pianisten McCoy Tyner, zunächst noch Art Davis am Bass und Elvin Jones am Schlagzeug, das zu den wichtigsten Ensembles der Jazzgeschichte werden sollte. Art Davis wurde später durch Reggie Workman und schließlich durch Jimmy Garrison ersetzt. Im Mittelpunkt dieser Hommage an John Coltrane steht im ersten Teil sein früheres Schaffen und im zweiten Teil die Aufführung seiner revolutionären „A Love Supreme“-Suite. Die Auseinandersetzung mit Coltranes legendärer und vielfältiger Musik stellt eine große und zugleich wunderbare Herausforderung für die ausführenden Musiker dar, die die drei jungen europäischen „Rising Stars“, unterstützt von einer amerikanischen Jazzlegende, jedoch sehr gerne annehmen.