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15.02.12 / 20:15h
Scott DuBois Quartet
Modern Jazz
Scott DuBoisgit
Gebhard Ullmannreeds
Thomas Morgan b
Kresten Osgooddr

Seit 15 Jahren ist DuBois fester Bestandteil der New Yorker Jazzscene. Er wird weltweit als bester Modernjazz Gitarrist gehandelt. Seine Musik wird als faszinierend oder als “fesselnde Musik für den meditativen Denker” bezeichnet. Seine CDs wurden im “Downbeat Magazine” mit fünf Sternen garniert.

In DuBois’ Quartett spielen der Saxofonist und Bassklarinettist Gebhard Ullmann, der dies- und jenseits des Teichs etwa mit dem Quartett ‘Basement Research’ oder dem zehnköpfigen Blasinstrumente/Akkordeon-Projekt ‘Tá Lam 10′ mehrere Bands betreibt, der Bassist Thomas Morgan, der regelmässig mit Steve Colemans ‘Five Elements’ arbeitet und der dänische Schlagzeuger Kresten Osgood, der schon in der Band von Sam Rivers und im Duo mit Paul Bley glänzte.

Die Band klingt wie aus einem Guss. Da scheint zwar jeder sein eigenes Ding zu spielen. Doch gerade das macht den Reiz dieser Musik aus. Auf magische Weise passen und wirken die schrägen Metren zusammen und sorgen für ein höchst unterhaltsames Konzerterlebnis. Alle vier liefern ein Höchstmass an Kreativität ab, extreme Lyrik trifft auf geballte Rockenergie oder, in einem ergreifenden Duo E-Gitarre auf Tenorsaxofon. Morgan, persönlich ein sehr stiller Typ, greift mathematisch genau und gefühlvoll in die Saiten, Osgood, persönlich das krasse Gegenteil, weiss gar nicht, wohin mit seinen Gefühlen und drückt das auch musikalisch extrem unterhaltsam aus. Frech und individuell sind die Kompositionen, irgendwo schwingen die Geister von Ornette Coleman und Eric Dolphy und sicher von einigen anderen Persönlichkeiten der Jazzgeschichte mit.