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29.11.13 / 20:15h
JAZZTAGE ESCHEN
4. KONZERT
Aki Takase & Alex von Schlippenbach
Die Lange Nacht des Pianos
Aki Takasep
Alexander von Schlippenbachp

Für die Freunde und Freundinnen des Pianos bietet sich an diesem Abend ein besonderer Leckerbissen: es werden drei Sets, bestehend aus zwei Solos sowie einem Duo am Klavier geboten. Und dies von zwei der exponiertesten Protagonisten des Jazz!

Die japanische Ausnahmepianistin Aki Takase, die immer wieder durch ihren Spielwitz, ihre Fähigkeit als "Talentscout" und Auswahl ihrer Mitmusiker (sie entdeckte u.a. Maria Joao), ihre ausgefeilten Arrangements, die Neubearbeitungen aus der Jazzgeschichte und ihre wunderbaren Improvisationen und Kompositionen von sich reden macht, stellt im ersten Teil ihre Arrangements von Duke Ellington sowie eigene Kompositionen vor. Dabei werden die Stücke nicht schnöde nachgespielt, sondern thematisch vorgestellt, auseinander genommen und wieder neu zusammen gesetzt. Was dabei herauskommt, setzt uns als Zuhörer in Erstaunen und Freude, denn plötzlich nehmen wir etwas Neues wahr, von dem wir eigentlich glaubten, wir würden es schon lange kennen. Und nun kommt da noch eine weitere Facette ans Tageslicht.

Das zweite Set bestreitet Alexander von Schlippenbach mit den Kompositionen des musikalischen Eigenbrötlers Thelonius Monk. Wer Alex von Schlippenbach nur als brachialen Freejazzer kennt, der das Schlippenbach Trio seit über 30 und das Globe Unity Orchestra seit über 40 Jahren leitet, wird hier einen einfühlsamen Pianisten erleben. Bereits mit dem Quintett "Monk´s Casino", welches in einem über vierstündigen Programm das Gesamtwerk Monks bearbeitet hat, zeigt er seine Versiertheit mit dem Thema und offenbart einen intimen und einfühlsamen Umgang mit Material und Komponisten.

Im dritten Teil des Abends werden die Beiden ein Duo spielen, welches sich aus Monk, Ellington, Takase und Schlippenbach Kompositionen zusammensetzt. Da die vierhändige Variante des Piano Spiels eher aus der Klassischen Musik bekannt ist, wird es für den ein oder anderen ein spannendes Erlebnis sein, auch im Jazz zwei Pianisten an einem Klavier zu hören.

So heisst es: Ohren auf und zugehört!